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Clockwork Princess - Cassandra Clare

// 9 Gedanken dazu

Wow..einfach nur großartig. Gerade eben habe ich das Buch aus der Hand gelegt und bin immer noch wie gefangen. Kennt ihr das Gefühl wenn ihr lange unter Wasser ward und dann auftaucht und plötzlich ist alles so fremd und laut und anders? Genauso geht es mir gerade: Ich bin noch immer ganz eingelullt von Tessa Grays Welt.
Für alle die es auf deutsch lesen wollen, ich habe bei Arena nachgefragt und die meinten im September würde es auch hier bei uns erscheinen.

Worum geht's?


Tessa ist nun glücklich verlobt mit dem immer schwächer werdenden Jem. Doch auch für seinen Parabatei Will hat sie Gefühle die dieser zwar erwidert, doch aus Rücksicht vor Jem zurückhält. Während im Londoner Institut Armor sein Werk treibt, kommt Mortmain seinem teuflischen Plan, die Schattenjäger mithilfe seiner Automaton Armee zu vernichten, immer näher. Tessa ist der Schlüssel zu allem. Doch Will und Jem würden durch die Hölle und wieder zurück gehen um Tessa vor ihm zu beschützen.

Was wir dazu sagen:

Skyla
Also für alle die wie ich die Collector's First Edition haben und in die Hände bekommen: Guckt euch auf keinen Fall den Stammbaum an! Das ist ein riesen großer Spoiler und nimmt viel vorneweg.

Story
Liebe, Liebe und nochmals Liebe. Auf die Entwicklungen zwischen den Charakteren wurde wirklich unglaublich viel Wert gelegt. Nicht jeder braucht meiner Meinung nach einen Seelenverwadten. *Spoiler* Cecily und Gabriel war für mich ein bisschen over the top. Aber andererseits sind die beiden, die Vorfahren der Lightwoods in DCdU. *Spoiler Ende*
Dadurch vermisst man besonders im Mittelteil die Action. Gegen Ende (ca. 3/4 des Buches) überschlagen sich dann die Ereignisse nur so. Nach dem Höhepunkt kommt dann ein längerer Abspann der das ganze mit The Mortal Instruments/Chroniken der Unterwelt verkünpft und einen etwas traurig, aber auch nachdenklich zurück lässt. *Spoiler* Das Jem geheilt wurde hat mich echt total überrascht. Und ich finde es auch wirklich nicht schlimm, dass die beiden zusammen kommen. Auf Goodreads habe ich schon einige sagen hören, dass sie dann Will ja betrügen würde. Aber ich denke, dass, vor allem wenn man ewig lebt, mehr als eine Person mit ganzer Seele lieben kann.*Spoiler Ende* Viele Dinge die einem in Mortal Instruments vllt gar nicht so besonders aufgefallen sind, werden erwähnt und bekommen eine Tiefgründige Geschichte, z. B. Isabelles Rubinkette. Ich hab gerade mit Chroniken der Unterwelt wieder angefangen und plötzlich fallen einem viele kleine Details auf die man früher einfach übersehen hätte.

Charaktere
Die Charaktere sind wie gewohnt von clare einfach unglaublich. Will erinnert manchmal doch sehr an seinen Nachfahren Jace(Chroniken der Unterwelt). Er ist der gute Bad Boy der ganzen Story. Impulsiv, willenstark, loyal ehrlich und auch emotional und sensibel: Harte Schale, weicher Kern. Sein Gegenstück und Parabatei ist James Carstairs und die beiden teilen eine unglaubliche Freundschaft. Und sind wirklich gut geschrieben und verändern sich im Laufe des Buches.
Mit Tessa bilden die beiden eine komplizierte Dreiecksbeziehung, die in letzter Zeit viel zu oft in Büchern vorkommt. Allerdings hat mich das hier weniger gestört, als in vielen anderen Büchern. Wahrscheinlich lag es daran, dass die beiden auf ihre eigene Art wirklich wundervoll sind und außerdem hat Tessa nicht einfach die Wahl. Jem liegt im Sterben und die beiden sind verlobt, da sie ja noch bis vor kurzem dachte Will könne sie nicht ausstehen. Tessa ist viel erwachsener und verantwortungsbewusst geworden und trifft ihre eigenen Entscheidungen.
Dann gibt es da natürlich noch Charlotte, Clarys Vorfahrin, die Leiterin des Instituts. Ihr andauernder Kampf gegen die Vorurteile gegenüber Frauen damals ist eine dauerhafte Nebenhandlung des Buches und wird vor allem in den Briefen zwischen Consul und Conclave ausgedrückt. Für eine Frau ihrer Zeit ist Charlotte viel zu eigenständig, intelligent und in erster Linie erfolgreich. 
Bevor dass hier zu sehr ausartet ;), fass ich mich kurz: Die Nebencharaktere werden natürlich weniger intensiv beschrieben und doch hat es Cassandra Clare vollbracht sie alle authentisch wirken zu lassen.
Ach..ja und für alle Magnus Fans, man erfährt noch so einiges über ihn!

Schreibstil & Aufmachung
 Was mir super gut gefallen hat ist das The Infernal Devices so endet wie es begonnen hat: auf der Blackfairs Bridge. Das rundet das ganze schön ab und schließt die Geschichte. Stilistisch wirklich gut.
Jedes Kapitel beginnt erstmal mit einem Zitat in dem oft (immer?) die Kapitelüberschrift vorkommt und in gewisser Weise auf mit dem darauf folgendem Text zusammenhängt. Schön fand ich auch, dass bei der englischen Ausgabe auf den rechten Seiten oben jeweils der Kapiteltitel steht, dadurch findet man seine Lieblingsstellen einfach wieder.
Einen klitzekleinen Makel habe ich aber gefunden. Die Personen und Sichten wechseln oft und es gibt in dem Buch außer der Haupthandlung um Tessa, Jem und Will gleich noch viele mehr, zum einen natürlich die Gefahr die von Mortmain ausgeht, Jems verschlechternder Gesundheitszustand, dann die Bemühungen des Consuls Charlotte des Instituts zu entmachten, Sophie (& Gideon), die Szene aus der Vergangenheit im Prologue die erst später aufgeklärt wird, Cecily & Gabriel usw....



Fazit


Skyla: Fantastisches Buch, auch wenn es etwas überladen war und sich über das Ende streiten lässt. Ich finde es gelungen und war wirklich traurig als es zu Ende war. 
LG eure Skyla

Dark Canopy - Jennifer Benkau

// Sag uns deine Meinung!

Worum geht´s?

Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr.

Was Lilly dazu sagt:

Story:
Am Anfang war es für mich sehr schwer mich in die düstere, ungemütliche Welt Joys und der Rebellen einzufinden. Doch nach den ersten 100 Seiten war ich völlig im Geschehen. Eigentlich gefällt mir die Idee der Percents, welche über die Menschen herrschen sehr gut, besonders weil in den Erklärungen über die Entstehung der Situation alles nachvollziehbar war. So nachvollziehbar, dass mir klar wurde, dass unserer Welt theoretisch sogar einmal so enden könnte.
Meiner Meinung nach ist das einer der interessantesten Aspekte des Buches, und so komme ich auch gleich zu meinem einzigen, aber leider sehr großen, Kritikpunkt. Ich hätte gerne viel mehr als nur ein paar Absätze über die Entstehung der Percents und den Verlauf des Krieges erfahren. Stattdessen bekommt der Leser unglaublich lange Szenen über Joys Training und Joys Verletzungen und Joys Schuldgefühle zu lesen. Diese sind natürlich nicht schlecht, nur eben zu lang. Es ist einfach nur unausgewogen, da manche Informationen unnötig waren, während andere wichtige nur am Rande erwähnt wurden.
Die Autorin weiß sicherlich noch viel mehr und hat nur auf das falsche Wert gelegt. Somit wurde für mich leider viel an Potenzial verschenkt, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass all das im nächsten Teil thematisiert wird. (Ich hoffe es wirklich!!!)

Charaktere:
Es ist schon seltsam, aber sicher so gewollt, dass ich die 'bösen' Percents sympatischer fand, als die 'guten' Menschen und insbesondere die Rebellen.
Neél zum Beispiel ist am Anfang noch der typische böse, behandelt Joy also wie Dreck. Doch nach und nach zeigt er sein wahres verletzliches ich. Man merkt, dass er ganz anders ist als die anderen Percents, ja, er ist sogar menschlicher als manche Menschen, obwohl er gar kein Mensch ist! Ebenso verhält es sich mit Graves und den anderen 'netten' Percents.
Joy hingegen ist das, was man wohl als einen komplizierten Charakter bezeichnen würde. Sie ist zwar mutig und stark, hat trotzdem Schwächen die sie sympatisch machen, doch sie hat diese nervige übertrieben dickköpfig, stolze Art, die mich echt kirre macht... Dadurch das fast alle Kapitel aus ihrer Sicht sind bekommt man die volle Portion Joy ab. Dennoch mochte ich sie, besonders in ihren kleinen Momenten der Schwäche, wie beim Chivy, als sie mühsam die Tränen zurückhalten muss.
Matthial mochte ich von Seite zu Seite weniger. Jeder der Dark Canopy gelesen hat, wird mich sicher verstehen. Über Amber, die ja eigentlich so eine Art Auslöser des ganzen ist, erfährt man recht wenig, weshalb sie eher blass und unsympatisch bleibt.
Ich glaube Bekau will, dass man die Charaktere so sieht. Das wollen sicher viele Autoren, aber hier fällt es mir nochmal um einiges mehr auf.
PS: Ich hasse die Rebellen, ganz besonders am Ende, die sind sowas von bescheuert!!!

Schreibstil:
Die Autorin schreibt relativ schlicht ohne große poetische Anfälle, weshalb es auch massig brutale, detaillierte Beschreibungen gibt. Diese passen allerdings sehr gut zur Handlung. Dennoch weiß Benkau mit Sprache umzugehen, sie so einzusetzen, dass ein bestimmtes Bild entsteht, also benutzt sie sie nicht nur als Mittel zum Zweck.
Dark Canopy wird von einer düsteren, bedrückenden Stimmung beherrscht, die manchmal auch etwas dramatisch ist.



Fazit:

Erstens, definitiv kein Winterbuch, es hat mich auch oft ganz betrübt gemacht, und das bin ich bei der Kälte sowieso schon. Außerdem auch keine leichte Lektüre für zwischendurch. Leider erschien mir Dark Canopy wie eine einzige Einleitung fürs 2. Buch, denn es gibt noch sehr viele offene Fragen.
Und trotzdem, trotz all der Kritik, fand ich's einfach wunderbar.




Der Feuerstein - Rae Carson

// 3 Gedanken dazu

Worum geht's?

Prinzessin Elisa, Trägerin des Feuersteins und kluge Königstochter, könnte alles sein für ihr Volk – Retterin und Auserwählte. Doch Elisa ist dick und von Selbstzweifeln geplagt, und weder ihr Vater noch ihre schöne Schwester oder ihr viel zu gut aussehender Bräutigam scheinen der schüchternen und mehr als rundlichen Sechzehnjährigen sonderlich viel zuzutrauen. Erst als Elisa entführt wird und nicht nur ihr Leben in Gefahr ist, zeigt sie, was in ihr steckt …
Alle hundert Jahre wird ein Mensch auserwählt, den göttlichen Feuerstein zu tragen. Prinzessin Elisa von Orovalle ist so eine Steinträgerin. Aber Elisa ist auch dick und außerdem nur die Zweitgeborene. Diejenige, die noch nie etwas Herausragendes vollbracht hat – und die auch nicht glaubt, das jemals tun zu können. Doch dann wird sie an ihrem sechzehnten Geburtstag die geheime Ehefrau eines schönen und mächtigen Königs – eines Königs, dessen Reich im Innern von Intrigen und von außen von grausamen Invasoren bedroht wird und der eine Heldin und keine Versagerin an seiner Seite braucht. Er ist jedoch nicht der Einzige, der Elisa für seine Zwecke einspannen will. Als die Prinzessin von mysteriösen Rebellen entführt wird, nimmt sie ihr Schicksal erstmals selbst in die Hand: Mit all ihrem Mut, ihrer Entschlossenheit und Klugheit schließt sie sich den Aufständischen an und kämpft gegen die feindliche Armee. Denn Elisa weiß, der Feuerstein, der in ihrem Nabel schlummert, könnte ihr unglaubliche Macht verleihen. Falls es ihr gelingt, seine Magie zu entfesseln. Falls sie nicht zu früh stirbt. Denn das ist das Schicksal der meisten Auserwählten …


Was wir dazu sagen
Skyla: 
Story
Die Handlung ist vom Plot her eigentlich spannend. Es gibt immer wieder unvorhergesehene Wendungen und überraschende Ereignisse. Allerdings werden eher uninteressante Szenen wie essen oder beten oft ellenlang ausgedehnt, wodurch die Geschichte wiederum an Spannung verliert. Außerdem hat die Autorin meiner Meinung nach eine Person zu viel sterben lassen. *SpoilerAnfang*Ich finde es wirklich schade, dass Humberto gestorben ist. Vor allem da es meiner Meinung nach, nicht mal dazu beigetragen hat, Spannung aufzubauen, da es so plötzlich kam. *SpoilerEnde*

Charaktere
Es gab einige gut ausgearbeitete Charaktere die ich auch wirklich mochte. Ihre Kinderfrauen, Cosmée.... Allerdings hätte ich gerne mehr von Alejandro erfahren.
Die Einzige mit der ich so meine Probleme hatte war Elisa. Die Protagonistin ist vor allem an Anfang nicht wirklich heldenhaft oder interessant. Dauernd denkt sie ans Essen. Ständig muss man sich ihre Fressattacken durchlesen. Gegen Ende hin entwickelt sie sich wirklich sehr zum positiven; Sie trifft endlich kluge Entscheidungen und setzt sich für andere ein. Trotzdem konnte ich bis zum Ende hin nicht ganz eins werden mit ihr.

Schreibstil
Prinzipiell ist der Schreibstill von Rae Carson flüssig zu lesen. Doch werden einige Dinge erschreckend brutal und/oder widerlich beschrieben. Das Elisa dicker ist wurde schon im Klappentext erwähnt, aber es bestimmt geradezu dass ganze Buch. Wirklich ekelig fand ich teilweise auch die Beschreibungen wie ihr Fett wabbelt und sie schwitzt und stinkt. 


Fazit:
Ein durchaus lesbares Buch mit einigen guten Ideen. Hätte ich es Allerdings nicht zu Weihnachten bekommen, hätte ich es sicherlich nicht gekauft und gelesen.

3,5 Sterne



Seelen - Stephenie Meyer

// 1 Gedanke dazu
Ich dachte mir, jetzt wo Skyla euch schon den Trailer von Seelen (bzw. The Host) gezeigt hat, kann ich ja nochmal sagen, was ich von dem Buch halte. Leider errinere ich mich nicht mehr so gut an Details, deswegen wird das hier keine super lange, total genaue und perfekte Rezension, sondern eher... naja das hier:


Verlag: Carlsen
Gebunden: 864 Seiten
Preis: 24,90 €
ISBN: 3551581908
(gibt´s auch als Taschenbuch)


WOrUm GeHt´S?

Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig - nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält - und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat ... Der ungewöhnliche Kampf zweier Frauen, die sich einen Körper teilen müssen, eine hinreißende Liebesgeschichte und die wohl erste Dreiecksgeschichte mit nur zwei Körpern.


WaS LIlLy DaZu SaGt:

Keine Ahnung wie Stephenie Meyer auf die Idee von diesem Buch gekommen ist. Auf jeden Fall bewundere ich sie dafür. Seelen gleicht Twilight überhaupt nicht und ist meiner Meinung nach auch komlett was anderes. Die Charaktere sind wirklich klasse, besonders Wanda und Melanie. Irgendwie mochte ich sie beide, und es war wirklich schwierig zu entscheiden, wem ich jetzt den Körper mehr gönnen würde (auch wenn ich da sowieso nichts zu entscheiden hätte^^). Die Seelen, die die Erde bevölkern hätte ich als Mensch ja eigentlich nicht mögen dürfen. Schließlich "klauen" sie den Menschen ihre Körper. Aber seltsamerweise mochte ich sie, weil ihre Gründe oft so nachvollziehbar waren. Dennoch habe ich auch die richtigen Menschen, wie Melanie verstanden, die die Erde nicht einfach aufgeben wollten. Faszinierend fand ich die Welten, welche Meyer sich ausgedacht hat. Sie hat nämlich nicht nur erwähnt, wo Wanda schon überall gelebt hat, nein sie hat diese Geschichten über ihr Leben erzählen lassen (oder denken lassen... da bin ich mir nicht so sicher).
Trotz der vielen Seiten, war Seelen eigentlich immer spannend und sowieso wirklich gut zu lesen.

FAzIt:
Hierbei handelt es sich um ein verdammt gutes Buch, also lest es! Mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen!


Libellensommer - Antje Babendererde

// 4 Gedanken dazu

Verlag: Arena
Taschenbuch: 267 Seiten
Preis: 6,99€
Libellensommer wurde 2006 mit dem Erwin Strittmatter-Sonderpreis für Kinder- und Jugendliteratur und 2007 mit dem DeLiA Literaturpreis ausgezeichnet.


Was wir dazu sagen:
Skyla

Sehr kitschig aber auch spannend, obwohl es meiner Meinung viel zu lange dauerte bis Jodie endlich vom wahren Grund des Lagers erfuhr und dann musste es Jay ihr auch noch sagen. Ich hatte es eigentlich schon von Anfang an vermutet, da es eigentlich ziemlich offensichtlich war. 
Wie immer in Antje Babendererdes Büchern bilden Indianer bzw. „Natives“ wie man eigentlich sagt, den Kern der Geschichte. In Libellensommer geht es dabei größenteils um den Stamm der Cree-Indianer, einen Normaden-Jäger-Stamm. Man erfährt außerdem viel über das Leben um den Lake Superior und die dort vorherrschenden Probleme; „Weiße“ & „Natives“, Arbeitslosigkeit, Waldrhodungen und die damit einhergehende Zerstörung eines unersetzbaren Ökosystems. Das in einem Buch solche Umweltprobleme auch mal angesprochen werden finde ich wirklich toll. 
Ich war selbst 6 Monate in Kanada, zwar auf Vancouver Island an der Westcoast, aber dort gibt es genau die gleichen Probleme. Ich glaube, wenn man das nicht mit eigenen Augen gesehen hat, kann man es sich kaum vorstellen. In einem Moment ist man noch umgeben von riesigen Seqoias/ Mammutbäumen mit 5 m Stammdurchmesser und im nächsten steht man auf einer Anhöhe und sieht die schrecklich toten Flecken in einem endlosen Meer aus grün die sich Tag täglich weiter Ausbreiten wie eine Seuche.

Jodie ist zu dick, hat Pickel und findet sich insgesamt nicht wirklich hübsch. Als ihr Vater dann seinen Job verliert, muss die Familie in eine Sozialwohnung umziehen, ihren Hund abgeben und steht finanziell sehr schlecht da. Daraufhin fängt Jodie’s Vater an zu trinken, die Eltern streiten sich immer häufiger und schließlich haut er ab und lässt seine Familie sitzen. Nachdem die Mutter aufgrund von Geldsorgen einfach so Jodies Laptop verkauft und damit ihr den letzten sicheren Hafen, ihre Emailbekanntschaft Tim, wegnimmt, haut Jodie völlig überstützt ab. Sie versucht per Anhalter bis zu Tim zu kommen. Doch es kommt wie es kommen muss, der eine Trucker fährt mit ihr irgendwo in die Wildnis um sie zu Vergewaltigen. Zum Glück kommt ihr der 17 jährige verschwiegene Indianerjunge Jay, den sie am Tag zuvor noch an der Tankstelle gesehen hat zur Hilfe. Er ist allerdings in Eile und muss so schnell wie möglich etwas zu dem Indianercamp mitten im Wald bringen. Da sie aber fernab von jeder Zivilisation sind, bleibt Jodie nichts anderes übrig als im zu folgen. Und nun beginnt das Abenteuer der beiden. 
Jodie kommt  langsam hinter Jays Geheimnisse und findet zu sich selbst. Im Laufe der Geschichte erlebt ihr Charakter eine starke positive Veränderung.
 Jay ist am Anfang extrem abweisend, aber nach und nach kommt man hinter den Grund für sein Verhalten und fängt ihn an zu mögen.
Ein weiterer toller Charakter ist Althea, die von Anfang an wirklich nett zu Jodie ist. Mehr kann ich zu ihr jetzt nicht sagen, sonst wird das ein Spoiler. ;D
Zum Schreibstil kann ich nur sagen das es sehr flüssig zu lesen war. Ab und zu fließen ein paar  Cree Wörter und englische Begriffe mit ein, die dann aber auf deutsch erklärt werden.

Fazit
Wieder mal ein wirklich schönes, romantisches Indianerbuch von Antje Babendererde. Ich hab es auf der Zugreise nach Paris gelesen. Da es nur ca. 270 Seiten hat und ein kleines Taschenbuch ist, ist es super mit zu nehmen, außerdem ist es mit 6,99€ wirklich günstig.

Die Beschenkte - Kristin Cashore

// 7 Gedanken dazu
Verlag: Carlsen
Gebunden: 496 Seiten
Preis: 19,90 €
  • ISBN-10: 3551582106
  • ISBN-13: 978-3551582102





  • Worum geht´s?

"Er schien plötzlich nicht zu wissen, was er sagen sollte, schaute nach unten und spielte mit seinen Ringen. Er holte Luft und rieb sich den Kopf, und als er ihr wieder das Gesicht zuwandte, hatte sie das Gefühl, seine Augen seien nackt, sie könne direkt durch sie hindurch ins Licht seiner Seele sehen. Sie wusste, was er sagen würde." 
Als Katsa dem geheimnisvollen Prinzen von Lienid begegnet, weiß sie sofort, dass auch er beschenkt ist - sie ist sich nur nicht sicher, mit welcher Gabe. Katsa dagegen ist in allen sieben Königreichen bekannt und gefürchtet: Sie hat die Gabe des Tötens. Nur Bo, der fremde Prinz, scheint keine Angst vor ihr zu haben und ringt beharrlich und mit viel Geduld um ihr Vertrauen. Im Kampf gegen einen König mit einer teuflischen Gabe werden sie auf ihrem gemeinsamen Weg durch Schnee und Eis, über Meere und Gebirgsketten zu Verbündeten - und zu einem leidenschaftlichen, unabhängigen, innigen, streitenden, liebenden Paar.


Was wir dazu sagen:


Lilly

Dieses Buch wollte ich schon lange lesen, weil ich unter anderem das Cover sehr schön fand. Ich bin froh, dass ich es getan habe.

Story
Leider hatte ich zu Beginn der Geschichte ziemliche Probleme mich in Katsas Welt einzufinden. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass ich eigentlich nicht so der Fan von Büchern bin, die in einer komplett anderen Welt spielen. Nach und nach hat mich die von Cashore geschaffene Welt dann aber doch gefangen genommen. Sie hat die Informationen über die Welt in kleinen Stücken in das Geschehen einfließen lassen, sodass der Leser immer ein bisschen mehr erfahren hat. Alles was passierte, hat sich in einer glaubwürdigen Geschwindigkeit entwickelt. Besonders die Liebesgeschichte zwischen Bo und Katsa. Zwar wusste ich schon zu Beginn, dank des Klappentextes, davon, doch trotzdem gab es dabei noch einige Überraschungen und Wendungen. Außerdem machte es nicht Peng und die beiden waren unsterblich ineinander verliebt, sondern sie lernten sich erstmal kennen. Auch die Handlung und das Ende waren nicht vorauszusehen.

Charaktere
Die wirklich wichtigen Charaktere, wie Katsa, Bo oder auch Bitterblue waren sehr gut ausgearbeitet, ich konnte jeden von ihnen in mein Herz schließen. Doch auch die anderen hatten Merkmale, die sie aus der Masse hervorhoben. Natürlich erfuhr man über sie nicht so viel, schließlich waren es nur die Nebencharaktere. Katsa mochte ich am Anfang nicht so sehr, sie wirkte so hart und ich fragte mich immer wieso sie sich von ihrem Onkel benutzen ließ. Irgendwann verstand ich aber, wieso sie zu dem Mensch geworden ist, der sie war. Ich finde es immer gut, wenn die Vergangenheit erklärt, wie ein Mensch zu seinem jetzigen Ich wurde. Das ist schließlich im echten Leben auch so und macht einen Buchcharakter authentischer. Katsa entwickelt sich im Laufe der Geschichte sehr und findet mehr über sich und ihre Gabe heraus, dabei hilft ihr unter anderem Bo.
Bo fand ich von Anfang an sehr sympatisch  Es schien mir oft so, als wäre er dafür geschaffen worden, Katsa zu verstehen und mit ihrer oft sehr ruppigen Art umzugehen. Die beiden passen wirklich gut zusammen! Mein absoluter Liebling ist und bleibt aber die mutige Bitterblue, Bos Cousine. Sie schwebt für mich so ein bisschen zwischen Haupt- und Nebencharakter. Sie ist nicht so wichtig wir Bo oder Katsa, aber spielt trotzdem eine tragende Rolle.

Schreibstil
Da gibt es nichts zu bemängeln. Es war sehr gut zu lesen, weder zu einfache Sätze, noch zu verschachtelte.


Skyla

Ich fand das Buch einfach nur super. Es war spannend, ich mochte die Protagonistin Katsa sofort und die mittelalterlich anmutende Welt fand ich super.

Story
Es geschieht im Laufe der Geschichte wirklich viel, allerdings schafft Cashore es so zu schreiben, dass man nicht vom Plot "abgehängt" wird. Man ist sofort im Geschehen drin, es fängt mit der abenteuerlichen Rettung eines Mannes an und bleibt von da an dann durchgehend spannend. Die von der Autorin geschaffene Welt mit ihrem Beschenkten(Menschen mit Gaben) hat mich sofort in ihren Bann gezogen, allerdings kann ich mir vorstellen, dass wenn man  nicht so der Mittelalter/Fantasy Liebhaber ist, einem dass nicht ganz so gut gefällt. Es handelt  natürlich nicht nur von Bos und Katsas Reise um die Wahrheit herauszufinden; was wäre ein gutes Fantasy-Jugendbuch ohne die dazugehörende kleine Liebesgeschichte? Was mir hier gut gefällt ist, dass die beiden sich erst langsam kennen lernen, da Katsa dem Prinzen zunächst mit einer gehörigen Portion Misstrauen entgegen tritt.
Am Ende des Buches war ich wirklich traurig das es schon vorbei war und hätte gern noch mehr über die beiden erfahren.

Charaktere
Also insgesamt fand ich alle erwähnten Charaktere sehr gut durchdacht und beschrieben, sie wirkten alle doch sehr authentisch. 
Katsa, die Protagonistin hat die Gabe des Tötens und wird von ihrem Onkel als Druckmittel benutzt, außerdem ist sie eine der besten Kämpferinnen. Durch ihr Leben ist sie scheinbar abgehärtet worden, doch man merkt später, dass sie auch mitfühlend und hilfsbereit ist unter ihrer harten pragmatischen Schale. Ich denke, dass genau das dazu führt das einige Probleme mit ihr haben. Ich fand aber ihre unglaublich Willensstärke und Sturrheit irgendwie sympatisch (hmm...kommt mir irgendwoher bekannt vor^^)
Ach ja und dann gibt es da auch noch Bo. Er ist wie Katsa ein Beschenkter. Mit seiner lustigen Art, schließt man ihn sofort ins Herz. Er ist einer der wenigen Menschen die es mit Katsa überhaupt aufnehmen können.
Und dann gibt es hier noch meinen kleinen Lieblings-Nebencharakter: Bitterblue, Bo's Cousine. Sie ist zwar noch ein kleines Mädchen, aber trotzdem hat sie schon sehr viel durchgestanden und ist ertwas besonderes. Um sie geht es dann im dritten Teil der Buchreihe Die Sieben Königreiche.

Schreibstil
Ich fand es flüssig und gut zu lesen.

Fazit:

Lilly
Es lässt sich nicht daran rütteln, dass "Die Beschenkte" ein wirklich gelungenes Buch ist, dennoch ist es vielleicht nicht direkt etwas für jeden Geschmack. Ich musste mich zum Beispiel erst eingewöhnen, während Skyla das gar nicht nötig hatte.
Naja, lest ihr Fazit, das sagt eigentlich alles :)


Skyla
Ein wirklich gutes Buch. Man taucht vollkommen in eine Welt voller Action und Abenteuer, aber auch Liebe und Verzweiflung ein. Trotzdem sollte man sich darüber im Klaren sein dass...
  1. die Protagonistin keine liebenswertes, nettes Mädchen ist, sondern eine toughe Kämpferin
  2. es in einer geschaffenen mittelalterlichen Welt spielt
  3. und es einige Kampfszenen gibt, weil die Menschen dort ihre Probleme auf die handfeste Art lösen
Lilly hat es nicht sooo super wie mir gefallen, aber das liegt daran, dass sie nicht so gerne Bücher mit so Mittelater-Fantasy-Welten ließt. Ich mag dafür keine Dystopien; ja ich fand Panem, die Auswahl und Zweilicht nicht so wirklich toll, aber jedem das seine. 




Die oberen sind die ersten drei Bände der Reihe "Die Sieben Königreiche" auf Deutsch und darunter sind sie noch mal mit englischem Originalcover.




Achja, ich (Lilly) habe mich gefragt, was euch besser gefällt. Würdet ihr es bei Rezessionen, von uns beiden lieber haben, dass Fazit und das davor von jeder Person direkt untereinander stehen oder so wie in diesem Post getrennt? Ich sehe in beidem Vor- und Nachteile, also dachte ich mir, dass ihr, die es schließlich lest, entscheiden solltet :)






Gastpost: Reckless - Cornelia Funke

// 3 Gedanken dazu
Verlag: Dressler
Gebunden: 346 Seiten
Preis: 19,95€
ISBN: 3791504851




Es waren einmal
hinter dem Spiegel
in einer Welt voller Zauber und Gefahren
zwei Brüder,
von denen der eine auszog,
den anderen zu retten.

Beeil dich, Jakob Reckless,
der Stein wächst schnell.








Worum geht's?

Jakob Reckless hat einen Fehler gemacht nach all den Jahren der Vorsicht: Sein Bruder Will ist ihm hinter den Spiegel gefolgt. In eine Welt , in der die dunkelsten Märchen wahr sind und der Fluch einer Fee Steinernes Fleisch sät.

Viele Jahre lang hat diese Welt für Jakob Zuflucht und Zuhause bedeutet, und er hat als Schatzjäger für Kaiser und Könige die magischen Dinge gesucht, die sich in ihren Wäldern und Hügeln verbergen.

Aber als Wills Haut sich in Jade verwandelt, muss Jakob nur noch eines finden: die Medizin, die seinen Bruder rettet.

Was wir dazu sagen

Lilly:

Heute gibt es mal wieder einen Gastpost, diesmal von Yves! Ich wollte Reckless zwar schon immer mal lesen, aber irgendwie hat es mich nie so sehr angesprochen, aber nach Yves Meinung sollte ich das wohl mal tun :)


Yves:

Was würdest du tun, wenn du eine Welt hinter einem Spiegel entdecken würdest?
Insbesondere wenn mein Vater dahinter verschwunden wäre? Meine sieben Sachen packen und mit dem Kopf voran hinein springen. Da kann die Welt auch noch so gefährlich sein!
 Insofern habe ich mich mit dem Hauptprotagonisten schwer verbunden gefühlt. Gut, er hat die Welt als sein eigen betrachtet, seine Mutter und seinen kleinen Bruder in Trauer zurückgelassen, und versucht seine eigene Verwundbarkeit zu vergessen. Aber ganz ehrlich, wer von euch ist nicht auch schon mal vor seinen Sorgen davon gerannt?
Doch mittlerweile versucht die Spiegelwelt der Andernseite immer mehr zu gleichen. Flinten und Züge werden entwickelt und bringen den Krieg Menschen gegen Goyl in eine ganz andere Dimension. Noch hinzu kommt ein Grauen, welches bis dahin völlig undenkbar blieb: eine Fee stellt sich auf die Seite der Goyl und stürzt die Menschheit ins Verderben. Mit ihrem unheilvollen Fluch die menschliche Haut in eine viel härtere zu verwandeln.
Doch das Alles wäre wohl nicht halb so schlimm, wenn eben dieser kleine Bruder nicht auch von dem Fluch betroffen wäre. Nun versucht Jakob alles, um das drohende Unheil aufzuhalten.

Mein erste Gedanke als ich dieses Buch aufgeschlagen hatte?
Oh mein Gott!!! Da sind ja Bilder!
Ich hab seit einer geschlagenen Ewigkeit keine Bücher mehr gelesen in denen Bilder drinvorkamen.
Aber wenn ihr euch jetzt denkt: „Okeeeee, Bilderbuch?!?“ muss ich euch korrigieren. Wie eine Freundin mal zu mir sagte: „Die Bilder sind das beste an diesem Buch!“
Na ja, so will ich es mal nicht ausdrücken, aber sie hat in dem Punkt recht, die Bilder sind der Hammer. Sie sehen aus wie einfache Bleistiftskizzierungen und liefern tolle Anregungen zu dem Beschriebenen.
Wer Cornelia Funke schon kennt, kann sich ungefähr ein Bild zu ihrem Schreibstil machen, aber eines hat sich geändert. Reckless ist auf alle Fälle düsterer als ihre Bücher zuvor. Zu dem Buch an sich gibt es geteilte Meinungen. Ich bin der Ansicht, es lese sich sehr leicht und fließend, wobei auch ich finde, dass ab und zu die Spannung abhanden gekommen ist.
Aber die Charaktere sind gut, wenn auch nicht besonders schwer zu durchschauen, und man erfährt erst allmählich mehr über sie.
Die Handlung wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, was das ganze doppelt so gut rüberkommen lässt.
Was mir im Nachhinein aufgefallen ist, ist, dass hauptsächlich nur Personen vorkommen, die die Geschichte vorantreiben. Ob das nun Gut oder Schlecht ist, ist euch überlassen.
Aber falls ihr an euren wunderbaren Märchen hängt, solltet ihr dieses Buch nicht lesen.
Die Märchen hier haben kein Happy End...
Manchmal würde ich mir eine deutlichere Beschreibung von der Umgebung wünschen oder irgendetwas anderes, was die Handlung ein wenig auflockert, aber zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch auf jeden Fall empfehlenswert ist und dass ich auch noch den nächsten Teil lesen werde. 


Und hier ist auch noch der Trailer dazu.