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Kolumne #2: Die Onleihe

// 1 Gedanke dazu


Kennt ihr eigentlich die Onleihe? Falls nicht habe ich hier einen heißen Tipp für euch, denn auch wenn diese Seite ihre Macken hat, ist sie eine gute Alternative zur normalen Bücherei oder dem Buchkauf (der ja als Vielleser doch nicht immer bezahlbar ist).

Aber zuerst, was genau ist die Onleihe überhaupt?

"Die Onleihe ist Deutschlands führende Ausleihplattform für digitale Medien.
Bibliotheksnutzer können mit der Onleihe übers Internet kostenlos eBooks und eAudios ausleihen, online nutzen oder herunterladen. Circa 120.000 Titel stehen bereits heute dafür zur Verfügung.
Die Onleihe ist ideal für mobile Endgeräte wie Tablets, iPads, iPhones und Android-Smartphones."

Also kurz und knapp, wenn ihr eine Bücherei-/Bibliothekskarte besitzt und eure Bücherei mit der Onleihe zusammenarbeitet (kooperiert, da registriert ist- ich kenne den offiziellen Begriff nicht), könnt ihr euch dort E-Books, E-Papers, Hörbücher und co. ausleihen. 

Klingt doch super, nicht wahr? 

Leider gibt es immer einen Haken...

Zum einen ist euer Glück davon abhängig, ob eure Bücherei bei der Onleihe registriert ist oder nicht. Andererseits ist das nicht so hoffnungslos, wie es klingt, da ständig mehr Bibliotheken mitmachen. Notfalls, könnt ihr es eurer ja mal vorschlagen ;) Übrigens, die Onleihe Seite sagt, es seien momentan 1504 Bibliotheken dabei.

Als ich letztes Jahr zum ersten mal die Onleihe benutzt habe, besaß ich noch kein E-book, weshalb ich mir nur Hörbücher ausleihen konnte. Dass ihr so ein Teil also braucht, wenn ihr die Bücher nicht am Computer lesen wollt, liegt wohl auf der Hand.

Des Weitern gab es früher oft Probleme mit der Seite, sie hat ewig geladen, gar nicht funktioniert und, und, und. Aber soweit ich das beurteilen kann hat sich dieses Problem in den letzten Monaten so ziemlich in Luft aufgelöst. 

Leider, leider kann man ein Buch auch nur für genau zwei Wochen ausleihen. Verlängern? Pustekuchen. Wer nicht rechtzeitig fertig gelesen hat, kann sich gerne wieder hinten in der Schlange der Interessenten des Wunschbuches anstellen. (So erging es mir bei Game of Thrones- 60 Seiten haben gefehlt, 60!)
Frühzeitig abgeben, wenn man fertig ist, ist auch nicht möglich, was dem oben genannten Problem eben auch kein bisschen entgegenwirkt.


Trotz des Hakens, es gibt auch positives zu sagen!

Erstens, keine Wege mehr zur Bücherei, was sich besonders im Winter bei Kälte und akutem Zeitmangel als echter Vorteil erweist.

Zweitens, mehr Auswahl. Jedenfalls in meinem Fall, denn meine Bücherei hat dann doch eher weniger Buchauswahl. So kann ich also Bücher, die ich unbedingt lesen will, lesen, auch ohne sie zu kaufen, selbst wenn meine Bücherei sie nicht hat.

Drittens, keinen Stress mehr mit Mahnungen, weil ich mal wieder verpennt habe ein Buch abzugeben.

Uuund viertens, die Onleihe hat immer offen und irgend ein Buch findet sich immer.

Fünftens gibt es da eine tolle Funktion. Das Vormerken. In meiner Bücherei mache ich das nie (50cent kostet das... da bin ich echt geizig). Da die Bücher, die ich lesen will allgemein oft noch neu, bekannt und beliebt sind, muss ich fast immer vormerken. Meist dauert es dann ca. eine Woche, bis ich eine E-Mail erhalte, die mir sagt, dass ich mein Wunschbuch endlich lesen kann.




Für mich ist die Onleihe zwar keine Alternative zur richtigen Bücherei, genauso wie das E-book keine Alternative zum echten Buch ist, aber sie ist eine Option. Durch sie habe ich eine größere Auswahl und zusammen mit der Bücherei viele Möglichkeiten an Bücher zu kommen. Ich benutze je nach Lust und Laune mal die altmodische, mal die neumodische Variante, und das ist auch gut so :)


Kennt ihr die Onleihe? Benutzt ihr sie? Was habt ihr so für Erfahrungen mit ihr gemacht?

Eure Lilly*

*die echt froh ist gerade mal wieder Motivation zum bloggen gefunden zu haben :)


Auch die äußeren Werte zählen....

// 6 Gedanken dazu
(Trommelwirbel) Tadaaa... Es gibt sie noch bzw. wieder. Bücher mit schönen Covern unter den Schutzumschlagen. Eine Zeit lang schienen solche Bücher ja ausgestorben. Erinnert sich jemand noch an den "Runter mit den Schutzumschlägen"-Tag? Ja dem ist man im letzten Jahr öfters begegnet in der Bloggerwelt.
Warum ist das Mädchen auf dem Schutzumschlag zu sehen,
aber nicht (mehr) auf dem darunter liegenden Cover?
(Fotoquelle)
Viele, darunter auch ich, mussten wahrscheinlich feststellen, dass sie kein einziges  Buch im Regal hatten, dass mehr als nur ein einfarbiges Cover mit vllt. noch einem Symbol darauf hatten. Ich finde das wirklich Schade, denn ich bin nunmal in Bezug auf Bücher auch ein bisschen oberflächlich. Ich lese immer ohne den Umschlag und da ist es nunmal schöner wenn sich darunter ein anderes Bild befindet.

Erstens macht es einfach Freude, ich mag eben schöne Dinge.
Zweitens kann man mit dem Untercover auch wunderbar Bezüge zur Geschichte und dem Schutzumschlag herstellen (z.B. Der Märchenerzähler) So entsteht einfach schon mehr Spannung und Vorfreude vor dem Lesen.
Und drittens finde ich das es immer wirkt als hätte sich der Verlag einfach mehr Mühe mit der Buchgestaltung gegeben.
Ich glaube die Verlage haben gemerkt, dass Leser eben auch auf solche Dinge achten, den die letzten drei Bücher die ich mir gekauft habe, haben allesamt wirklich tolle Cover auf den Buchdeckeln.
 So ich hoffe man kann meine Sauklaue lesen. Dies sind besagte drei neue Bücher :)

LG Skyla

P.S.: Welche Bücher habt ihr so die schöne Buchdeckel haben? 


Kolumne #1: Support your Local Booksstore

// 1 Gedanke dazu
Welcher Buchfanatiker kennt Amazon nicht. Die Meisten sind sogar riesen große Fans von dem Online Versandhaus. Ja ich bin da auch so eine; schließlich kann ich mit zwei Klicks ein Buch bekommen ohne mich zu bewegen oder auch nur anderweitig anzustrengen. Früher musste ich mich immer noch mühselig auf mein Fahrrad schwingen um vom hintersten Winkel meiner Heimatstadt zum Zentrum zu fahren. Dort in der Buchhandlung stellte ich dann oft fest, dass mich die eine Hälfte der Bücher nicht wirklich anspricht und die andere ich schon längst kenne(oder im Besitz einer Freundin ist bzw.  in der Bücherei zu finden ist). Dann blieb also nichts anderes übrig als eines zu bestellen und im Laufe der nächsten Tage wieder vorbei zu schauen.
Es war als öffne sich eine Welt unbegrenzter Möglichkeiten, als ich entdeckte, dass ich bei Amazon auch mit einem stinknormalen Bankkonto bezahlen kann und nicht etwa erst eine Kreditkarte dafür benötigte.
Doch schnell merkte ich auch das es nicht das Wunderland ist. Schließlich ist Amazon ja nicht der Weihnachtsmann und schenkt einem einfach alles. Vor allem wenn man nicht Bar bezahlt, verliert man oft den Überblick. Und ich, normalerweise ein echter Geizkragen, gönne mir mal auch mehr, weil ich einfach nicht den stechend vorwurfsvollen Blick meines Portemonnaies mehr ertragen muss wenn ich einen weiteren Geldschein entnehme.
Außerdem fehlt mir die nette Buchhändlerin und ihre Mitarbeiterin. Das Gefühl und der Geruch von neuen Büchern die man durchstöbert auf der Suche nach neuem Stoff. Und, es klingt vielleicht verrückt, das silbrige Bimmeln der Ladentürglocke, dass so ein Nostalgiegefühl hervorruft und einen immer wieder an vergangene Kindheitstage erinnert. Früher im Sommer ist meine Familie  oft Nachmittags noch mal in die Altstadt gefahren um Eis essen zu gehen. Ich mag kein Eis und keine Hitze, also verdrückte ich mich immer so schnell es ging in die naheliegende schattige Buchhandlung .
Wegen faulen Leuten wie mir, kommt es dazu, dass diese niedliche Buchhandungen von nebenan immer mehr durch Amazon verdrängt werden. Deshalb appelliere ich hiermit an mich selbst und jeden der mit machen will "Support your local bookstore". Nach "support your local farmers" kommen nun auch die Buchhandlungen zum Zug. Wenn immer es geht versuche ich nun auf Amazon zu verzichten und lieber mal in die Stadt zu fahren. Außerdem wird es nun sowieso wieder wärmer und Fahrradfahren hält fit.
Dadurch behalte ich nicht nur meine Kindheitserinnerungen, sondern unterstütze (wenn auch nur in minimalem Rahmen) die Polypolbildung, d.h. Entstehen viele Anbieter. wer irgendwann schon mal mit Wirtschaftspolitik gequält wurde weiß, dass dies die Vorraussetzung für Konkurrenz auf dem Markt ist und fairen Preisen. Sprich, wenn einer alle Bücher der Welt besitzt, kann er sie ja so teuer verkaufen wie er will.
Besagtes Versandhaus scheint genau dies jedoch im Sinn zu haben, denn nun soll auch noch ein eigener Verlag eröffnet werden und zwar nun auch für gedruckte Bücher und nicht nur E Books wie bisher. Zwei Artikel dazu für alle die es genauer wissen wollen findet ihr hier und hier. Natürlich will ich Amazon nicht verteufeln, so ausgefallene Sachen wie Mathmoslampenersatzflaschen werde ich weiterhin dort bestellen, nur eben keine Bücher.
Doch alles hat auch etwas Gutes, anscheinend führt genau dieser harte Konkurrenzkampf dazu, dass viele neue kreative Buchhandlungen aufblühen. Zum Beispiel( vllt. kennt ihr ja auch die ein oder andere):
http://www.doyoureadme.de/shop/
http://www.pro-qm.de/
http://www.ilovemyblender.fr/

=>Ja das Bild ist ziemlich aussagelos, aber leider habe ich als ich dort war (in Paris) kein Foto gemacht und im Internet gibt es kaum welche. Keine Angst es gibt dort nicht nur französische Bücher, die Meisten sind eigentlich in englisch und man findet dort eine Menge anderer schöner Dinge. Wer zufällig in Paris vorbei kommt, auf jeden Fall Marais besuchen und vllt. dort mal vorbei schauen, der Laden ist 1000 x besser als sein Name. :)


Für alle die noch 20 weitere unglaubliche Buchläden sehen wollen, die leider nicht in Deutschland sind


Wie seht ihr das? Kennt ihr auch solche Buchhandlungen, die einfach anders sind?

Allerliebste Grüße 
Eure Skyla

P:S: Am 16.Juni ist in den USA & Canada sogar extra ein Tag eingerichtet worden um die Buchhändler zu unterstützen und darauf aufmerksam zu machen